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Ein überaus interessantes Wochenende liegt hinter uns, ein
fulminanter Start der Tour, der Lust auf die kommenden Turniere
macht.
Vorneweg ein Dank an den Veranstalter, der in Zusammenarbeit mit
seiner Lebensgefährtin und seinen Jungstars alles perfekt organisiert
hatte. Solche Pädagogen braucht das Land!
Der Kurs, wie unschwer an den Scores zu erkennen ist, stellte eine
ziemliche Herausforderung an die Athleten dar,
die kaum einer unfallfrei bewältigte. Klug gewählte Zielpositionen,
gute Distanzen, Wald, Wind, Regen; alles vorhanden, um keinen Zufallssieger
zu gestatten.
Im unteren Drittel einige Überraschungen. Herr
Richard Hazod zum Beispiel, der im Vorfeld von Pimperlkurs
und dergleichen sprach, wurde Opfer seiner vollmundigen Ankündigungen,
und steht auch Heute noch, drei Tage später, seinen Scores
fassungslos gegenüber.
Die Delegation aus Wels, M&M, fand sichtlich
Vergnügen an ihrem ersten Turnier, und es bleibt zu hoffen,
dadurch die einstige Golfhochburg wieder etwas zu beleben.
Unauffällig, was entweder auf halbwegs zufriedenstellende Leistungen,
oder einen Persönlichkeitswandel schließen lässt,
die Herren Langsteiner und Wallisch-Pertl.
Letzterer setzte dem einzigen Master im Feld, Helmut
Stadler, derart zu, dass dieser am Sonntag Knieprobleme vorschützen
musste, um einem erbitterten Duell mit Fritz aus dem Wege zu gehen.
In den Mittellagen wie immer viel licht und Schatten. Stefan
Schnackselmann war am Samstag zu sehr mit der Ergatterung
eines Bettes in der Vier Enzian Pension beschäftigt, als dass
er sich aufs Spielen hätte konzentrieren können, und am
Sonntag wohl zu ausgeruht, um wirklich auf Touren zu kommen. Hier
scheint gezieltes Aufbautraining für die EM in Oslo von Nöten,
um dort die Rote Laterne nicht zum ständigen Begleiter in seinem
Golftascherl werden zu lassen.
Gerhard Petz sorgte wieder einmal mit seiner
Beidarmigkeit für Bewunderung und die Umstellung von Rechts
auf Links im Verlauf des Turnieres brachte ihm immerhin noch eine
geringfügige Rangverbesserung.
Der Veranstalter musste seiner aufopfernden
Tätigkeit am Sonntag Tribut zahlen, verschlief nach eigener
aussage den Start, und konnte leider bis zum letzten Hole nicht
mehr geweckt werden.
Franz Hable wird wohl als derjenige Golfer in
die Geschichte dieses Sports eingehen, der seinem Bruder immer und
überall um genau einen Punkt unterlegen ist. Für ihn als
Psychologen hoffentlich eine interessante Herausforderung! Im übrigen
dürfte er nach Zeugenaussagen gerade dabei sein, einen sehr
eigenwilligen Puttstil zu kreieren, der im Rahmen des Trainingslagers
zur Vorführung gelangen wird.
In Anbetracht der letztjaehrigen Finali, kann eine gewisse Konsolidierung
an der Spitze konstatiert werden. Die fünf Protagonisten zeigten
sich sehr ambitioniert, und einige überaus gelungene Sacherl
erfreuten die zehn Zuseher.
Max, der hörbar über den extra Snap
Of The Pros verfügt, wird mit den gezeigten Leistungen kein
Problem haben, sein erklärtes Ziel, die Tour unter den Top
Five zu beenden, zu erreichen.
Malu stellte diesmal seine obligat schlechte
Runde an den Anfang, konnte aber im Verlauf einiges Terrain gutmachen
und scheiterte schlussendlich nur knapp am Stockerlplatz. Dafür
feierte er abseits der Piste einen schönen Erfolg: eine alte
abgenudelte Scheibe um Marmeladepalatschinken an mittellose Studenten
zu verdrehen, gelingt wahrscheinlich nur unserem Mann von der WU.
Norbert "si" E. wirft aus dem Stand
weiter als 90% des Feldes aus voller Anfahrtshocke, und wird nach
Überwindung seiner Knie- und Italienischprobleme bei jedem
Turnier ein Wörtchen um den Sieg mitplaudern.
Nach einer soliden Leistung am Samstag und einer komfortablen Halbzeitführung,
schenkte der Disc-God sein Lächeln Anderen und ließ mich
im Regen stehen, wo ich mich nur äußerst schlecht zurecht
fand. Absoluter Tiefpunkt das zweite Hole im Stechen, das selbst
abgebrühten Gemütern wohlige Schauer über den Rücken
jagte. Erschütternd.
Gegen unseren Altmeister zu verlieren ist dennoch keine Schande.
Drive und Approach wie immer ein Augenschmaus, und falls der gute
Johannes noch in die Nähe eines halbwegs
erfolgreichen Puttstils kommen sollte, wäre wahrscheinlich
der Zug in Richtung Toursieg schon abgefahren. So bleibt doch die
Hoffnung, ihm noch das eine oder andere mal ein Beinchen zu stellen.
Allgemeine Erleichterung machte sich Schlußendlich über
das Fernbleiben unseres Lieblingschirurgen breit, für den die
äußeren Verhältnisse (Gatsch, Hatscherei) wohl kaum
Quell der Freude gewesen wären.
Und so bleibt nur die Frage, was uns unser lieber Wolfi nach Cola
Flascherl und Lagerhausküberl wohl als nächstes vor unsere
Goldpratzerl servieren wird.
In diesem Sinne, viel Glück und ein langes Leben.
Mossi
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