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ist es also vorbei, unser schönes Turnier, auf das wir uns alle so
gefreut haben. Macht nix, denn es bleibt sicher in bester Erinnerung, weil
es ein gelungenes Turnier war und weil sich niemand verletzt hat, denn Gesundheit
ist bekanntlich das Wichtigste überhaupt im Leben.Jetzt nütze ich gleich am Anfang die Gelegenheit, allen zu danken, die dazu beigetragen haben, dass alles so leiwand geworden ist, weil später verliert der Leser ja an Konzentration, noch dazu wo dieser Bericht elendig lang werden wird aber da kann ich auch nichts machen wenn die Wörter nur so aus meinen Fingerspitzen sprudeln. Also an erster Stelle der Dankesliste müssen natürlich wir selber stehen, weil der Max hat sich in sein Kartenmaterial hineingetigert, dass es ihm locker ein weiteres Semester gekostet hat, und der Franz hat zwar nicht so viel gearbeitet, aber das ist einer, der schon alleine durch seine Persönlichkeit das Eine oder Andere erreichen kann. Ganz wichtig war die Ingrid, weil sie ist ja die Hausherrin in Flatz, und da kann man sich schon vorstellen, dass das eine nervliche Belastung ist, wenn so eine Schweineherde auftaucht und dann das Klo verprunzt oder sich mit ihrem Haarshampoo die Zähne putzt. Ein besonderes Glück haben wir gehabt, weil Christine und Raimund zufällig zu Besuch waren und dann aus einer spontanen Idee heraus Einkaufen gefahren sind und das ganze Wochenende über gekocht haben. Das sind aber jetzt noch immer nicht alle, die sich einen Dank verdient haben. Da gibt es nämlich noch solche, die praktisch voll im Hintergrund und absolut anonym unter unsere Arme gegriffen haben, wie zum Beispiel ein gewisser Claus, der vor ca. 20 Jahren mit dem Max in die Schule gegangen ist und uns deswegen heimlich in seiner Firma während der Arbeitszeit den bunten Übersichtsplan ausgedruckt und anschließend geschenkt hat. Am allerwichtigsten waren an diesem Wochenende aber die ganzen Frisbeespieler oder Disc-Golfer, wie man jetzt richtig sagt. Weil erstens können die ganzen Organisatoren scheißen gehen, wenn niemand zum Spielen kommt, und zweitens haben sich alle Teilnehmer und auch die 6 Teilnehmerinnen sehr nett verhalten: Außer meinem Feuerzeug mit den Kuhköpfen ist nichts gestohlen worden, und die Vandalenakte haben sich darauf beschränkt, dass der Max sich den Wohnzimmerlampenschirm aufgesetzt hat und damit zu einer Musik getanzt hat, an die ich mich jetzt auch nicht mehr genau erinnern kann. Überhaupt war die Party in gewisser Hinsicht der Höhepunkt des Turniers. Mit kindlichem Vergnügen wurde gelacht und getanzt, mit ungekünstelter Lässigkeit die 8 Kisten Bier hinweggespült, und die Haschischsüchtigen haben die Alkoholiker immer brav probieren lassen, wenn die danach gefragt haben. Da war es dann auch kein Wunder, dass in dieser urgemütlichen Atmosphäre einige die Zeit übersehen haben und dadurch so spät ins Bett gekommen sind, dass sie nicht einmal beim Aufstehen am Sonntag richtig ausgeschlafen waren. Und genau dieser Umstand hat sich dann auch ein bisschen auf die sportliche Leistung durchgeschlagen. Ohne jetzt die Ergebnislisten genau nachrechnen zu wollen, behaupte ich einmal, dass am Sonntag kaum einer besser gespielt hat als am ersten Tag, Übungseffekt hin oder her. Den Vogel in dieser Hinsicht hat sicherlich der Gerald abgeschossen,
der am Sonntag sage und schreibe 20 über Par gespielt hat, obwohl er
beim letzten Mal im Finale war und dort gar keine schlechte Figur gemacht
hat. An diesem bedauernswerten Beispiel sieht man, wie schnell einer aus
dem Golfhimmel auf die Erde krachen kann und jetzt liegt er da im Dreck
und weiß weder ein noch aus. Die Saison ist für ihn praktisch
zu Ende, weil aus so einem Schlamassel kann sich kein Mensch herauswinden
und gleichzeitig anständig dabei bleiben.Zum Trost für den Gerald und die vielen anderen, die vergeblich nach den Sternen gegriffen haben, muss man aber schon erwähnen, dass das Turnier diesmal wesentlich stärker besetzt war als das erste Mal, und auch die Leistungen waren durchschnittlich besser. Nichts desto trotz gilt es eine lange Liste gescheiterter Favoriten aufzuzählen, ich kann das den Betroffenen auch nicht ersparen. Da waren zunächst der Roli, die Marion, die Willi und die Elke, die viel zu spät gekommen sind und schon bei ihrer Ankunft alle Siegeschancen vergeben haben, obwohl man sagen muss, der Rolando hat bei seinem ersten turniermäßigen Golf mit 15 über Par schon gezeigt, dass man in 5, 6 Jahren durchaus mit ihm rechnen wird können. Gut war auch die Willi, die hat die Vormittagsholes nur um einen Wurf schlechter als der Gerald gespielt, und der war ja im Finale beim letzten Mal. Die Elke hat hingegen den Vorteil, dass sie den Kurs vom ersten Turnier schon kennt, skrupellos ausgenutzt und ihre Freundin, die Marion, so richtig paniert. Diese wiederum hat mit ihrer Leistung gehadert, soviel ich weiß, aber was ihr da alles passiert ist, kann ich vom derzeitigen Standpunkt aus leider nicht genau kommentieren. Insgesamt waren nicht weniger als 6 Frauen am Start, das hat uns natürlich schon gefreut, dass da die Hemmschwellen scheinbar nicht so hoch sind in Flatz. Die nette Finnin Minna ,
die im Reisegepäck der Upsa Daisys angereist kam, hat alle Runden wacker
durchgespielt und sich damit den dritten Platz in der Frauenwertung verdient.
Die Uli Ziegler hat sich gegenüber dem ersten Turnier, wo sie die Frauenwertung
sogar gewonnen hat, wesentlich verbessert, aber paradoxerweise hat es diesmal
nicht zum absoluten Erfolg, den sie sich ja immer so wünscht, gereicht.
Sie wurde Zweite hinter der Doris, die damit die Siegerin wurde: 12 Punkte
Vorsprung dank der ausgezeichneten Lichtverhältnisse, das ist schon
ein Polster, auf dem sich einige Männerfinalisten sicher gerne ein
wenig ausgeruht hätten. Nur einem gelang es, die Damenwertung zu sprengen,
das war der Newcomer und wohl auch Greenhorn Niels, der sein erstes Turnier
gespielt hat, aus Aberglaube aber darauf verzichtet hat, jemals vorher eine
Golfscheibe in die Hand zu nehmen. Zum Glück ist er menschlich recht
ausgeglichen, und so konnte er selbst diese schwere Niederlage frohen Mutes
durchstehen. Als nächstes kommt dann der Friedl, der recht gleichmäßig
gespielt hat und das scheint auch seine Stärke zu sein - abgesehen
von den wahnwitzigen Tanzeinlagen am Samstagabend natürlich, die uns
allen noch in schmerzlicher Erinnerung sind. Als nächstes käme
dann der Gerald, aber den möchte ich jetzt überspringen, weil
erstens habe ich schon über ihn geschrieben und zweitens wird mir ganz
schlecht, wenn ich mir den seine Resultat anschaue. Am Samstag hat er ja
eigentlich gar nicht so schlecht gespielt, da hat er sich nur beim Hole
No. 15 ärgern müssen - obwohl mir das schleierhaft ist, wie ein
erwachsener Mensch dafür 6 Würfe benötigen kann, ich selber
komme da immer mit 2 oder maximal 3 aus - und in der Nachmittagsrunde war
er sogar besser als ich, da kann ich jetzt eigentlich gar nichts kritisieren,
sogar ein Birdie ist ihm gelungen. Aber am Sonntag, meine Herren, da haben
wir jetzt den Katastrophenscore: Da ist ja der Vierer schon das Normale,
und die Dreier sind weniger als die Fünfer und Sechser! Mein lieber
Schwan, so ein Resultat kann einen das Wochenende schon gehörig vermiesen,
jetzt aber weiter:An 11. Stelle der Martin, der - und das wird jetzt viele überraschen - trotz seines fortgeschrittenen Frisbeealters ebenfalls sein erstes Turnier absolviert hat. Da hat dann sicher auch das Lampenfieber mitgespielt, wie er sich am ersten Tag gleich zwei 6er in die Playeracute;s Card hat eintragen lassen müssen - lustigerweise auch beim allerletzten Hole, das er bei Tageslicht angeworfen hat, und wie er dann vom Scheibensuchen aus dem Wald gekommen ist, war es bereits Nacht, aber Gottseidank Vollmond, sodass er den Parcours doch noch zu Ende gebracht hat. Der Bert ist Zehnter geworden, aber für einen wie ihn, der in der Bierwettenrechnung mit den Hablebrüdern ungefähr 100:10 in Führung liegt, ist das eine herbe Enttäuschung. Immerhin kann er von sich sagen, dass er von Samstag Nachmittag an ständig angegriffen hat, und sowas geht natürlich gehörig an die Substanz. Der Chrissi hat den Daniel überraschenderweise in Schach gehalten, und wenn man seinen Score genauer anschaut, sieht man schon, dass da möglicherweise ein riesiges Talent heranwächst. Am Samstag hat er die Finalholes Par gespielt, und damit wäre er im Finale sicher der Held gewesen, wenn er diese Leistung wiederholt hätte. Aber das ist auch nicht so leicht, das hat man beim Jonas gesehen, der mit seinen 26 Punkten (1 unter Par) jetzt noch immer den Kursrekord für die Finalholes hält, aber wenn man dann tatsächlich im Finale spielt, kann das auch zur Belastung werden, weil man dann zum hin- und herrechnen tendiert, und vor lauter Rechnerei ist dem Jonas dann gleich sein allererster Finalwurf dermaßen nach rechts abgebogen, dass wir schon geglaubt haben, auf Nimmerwiedersehen. Vier Birdies für den Chrissi, das ist auch so etwas, wo man das Talent sieht, aber man kann sich nichts darum kaufen, weil am Ende werden die Fünfer genauso dazugezählt. Ein ganz eigenartiger Mensch ist der Daniel.
Der erzählt immer 1 Jahr von seinen Hätti-wari- Hole-in-Ones in
Budapest und bei den Turnieren, wo ich ihn treffe, spielt er einen Stiefel,
dass einer Sau graust. Jetzt sauft er ja viel weniger als früher, und
am Samstag ist er auch schon relativ früh eingeschlafen, aber trotzdem:
Nach dem ersten Tag denkt man sich noch "na besonders hat er ja nicht
gespielt, aber jetzt ist er in der Gruppe mit dem Mossi, die greifen sicher
an die zwei, da müssen wir aufpassen, ui, ui, hui", aber dann
trifft man sich zufällig auf der Runde, doch vom Daniel ist nur seine
Golftasche zu sehen, denn er selber ist, wiewohl an hadernden Klagelauten
zu lokalisieren, im Wald auf der Suche nach seinem unsachgemäß
verwendeten Sportgerät verschwunden. Ich frage mich: Wie macht das
dieser Mensch in der Arbeit? Wie wir alle wissen, ist er ja Unfallchirurg,
und in diesem Beruf kann es auch schon einmal um ein Menschenleben gehen,
hopp oder tropp. Da stelle ich mir vor, dass er ein Bein falsch annäht
und sich so darüber ärgert, dass er dem armen Patienten, der in
solchen Unglücksfällen ja meistens narkotisiert ist, wenn er nicht
ohnehin schon bewusstlos hergekommen ist wegen dem Schock und dem Blutverlust,
"Fut" aufs Hirn schreibt und der dann beim Pflegepersonal und
bei den anderen Patienten natürlich bis auf die Knochen blamiert ist.
Jedenfalls hat der Daniel auf diese Art und Weise am Sonntag gleich satte
14 über Par geschrieben und hat sich dann unverzüglich auf die
Heimreise gemacht, weil er sich mit diesem Resultat das Finale aufzeichnen
konnte und außerdem seine Schuhsohlen schon ganz dünn waren von
den langen Wanderungen zwischen den einzelnen Holes.Der Norbert hat gut gespielt und ist vor allem gegen Ende immer stärker geworden, das Finale hat er aber um zwei Punkte knapp verpasst. Auch er ist unbestritten eines der größten Talente, hat aber meiner Meinung nach durch falsche Scheiben-Einkaufspolitik seine Chancen für diese Saison bereits bei der Abgabe seiner Einkaufsliste verspielt. In seinem Frisbeesack findet sich ein buntes Sammelsurium der unterschiedlichsten Discs, ich persönlich durfte hineinschauen, kann mich aber an keinen einzigen Namen erinnern. Wahrscheinlich ist das auch schon eine andere Generation: Sie hören MP3 statt Ö3, fahren Rollerblade statt schwarz, und kaufen über das Internet Dinge, die sie nie vorher in der Hand gehabt geschweige denn wieder weggeworfen haben, Hauptsache aus Amerika und Hauptsache der neueste Schrei. Auf den undankbaren 6. Platz hat sich der Malu hinlaviert. Und wer wie ich das Vergnügen hatte, ihn auf der Sonntagsrunde zu begleiten, wird dieses Wort auch richtig verstehen. Am Samstag ist er ja noch ex aequo mit Jonas, Max und Franz nur einen Punkt hinter Melle an zweiter Stelle gelegen, aber am Sonntag hat es ihn gefuxt, dass es keine Freude mehr war. Zuerst haben nur die Putts ein bisschen geeiert, aber dann ist nach und nach der ganze Malu immer schlechter geworden. Das ist übrigens ein Phänomen, das beim Golfen immer wieder zu beobachten ist: Wenn es irgendwo zum Feigln anfängt, wird's gefährlich, denn dann schleicht sich oft die Unsicherheit ein, die Handgelenke verholzen und die Bäume werden immer dünner (nur die, die man treffen soll, bei den anderen ist es umgekehrt). Im Falle des Malu war es am Schluss so weit, dass er bei Hole 16 seine Scheibe derartig unglücklich in den Föhrenbaum geknallt hat, dass sie wohl auf ewige Zeiten in den verzwickten Ästen nisten wird. Vier Birdies auch für den Malu. Gewonnen hat schließlich der Max, Zweiter wurde Franz. Das wird viele jetzt wahrscheinlich nicht wundern, weil der Max hat ja auch schon im Frühling gewonnen, aber heuer war das Siegen für ihn deutlich schwieriger. Geärgert hat sich natürlich der Franz, weil der hat sich nach einer hervorragenden Vormittagsrunde schon am Sonntag beim Mittagessen wie der sichere Sieger gefühlt und schon angefangen, sich ein paar Sticheleien für seine Finalgegner zurechtzulegen, damit sie sich bei der Siegerehrung recht schämen müssen. Aber im Finale hat keiner von denen so rechte Schwächen gezeigt, außer der Franz selber, der gleich Bei Hole No. 20 einen 6er kassiert hat, und da war er eh schon angefressen, weil seiner Ansicht nach war das ein unglaubliches Pech und keine Nervosität oder Ungeschicktheit. Der Werner hat das Ganze ja an und für sich ja ganz geschickt angelegt, weil zuerst hat er auf den Flatzer Modus geschimpft wie ein Rohrspatz, und am Ende hat er ihn dringender gebraucht als sonst einer im ganzen Feld. Auf jeden Fall hat er sich so von hinten an die führenden Hablebrüder herangepirscht. Die haben sich dadurch natürlich unter Druck gesetzt gefühlt, weil erstens imposantes äußeres Erscheinungsbild und zweitens hört man das dann ja ewig, wenn man im Heimspiel vorne liegt und nervös wird, und dann kommt er, der Mann mit den NIROSTA-Nerven, der sensible Kraftlackel, der bärenstarke Fingerspitzenakrobat, der, dem noch nie ein Sacherl passiert ist außer einmal in den Iden des Mai, als er urplötzlich einen Friseurtermin in der Tasche gehabt hat, aber über das wird ja auch kaum mehr gesprochen. Jedenfalls hat er mit einem bemerkenswerten Pull beim letzten Hole dann tatsächlich nach der Führung gegriffen, gleich danach aber den Approach dermaßen versemmelt, dass er dann gleich Dritter war statt Erster wie er es sich sicher gewünscht hätte. Jetzt waren am Schluss die beiden Hables mit dem gleichen Score in Führung, und ruck zuck mussten sie ins Stechen, das der Jüngere der Beiden dann gleich bei erster Gelegenheit für sich entschieden hat. Durch das ganze Tamtam um die ersten drei Plätze sind der Jonas und der Melle ein wenig in der zweiten Reihe gestanden, obwohl der Melle oft fotografiert wurde. Dabei waren sie im Finale genauso gut wie die ersten Drei, aber weil ihnen die Strafpunkte von den anderen Runden noch nachgehängt sind, haben sie immer einen kleinen Respektabstand von 3 bis 4 Punkten auf den führenden Max gehabt. Obwohl man hat schon gesehen: Diesmal war es vielleicht nicht unbedingt ihr Tag, aber wenn sie einmal in Form sind, können beide das gesamte Teilnehmerfeld wahrscheinlich ziemlich schlecht ausschauen lassen. Nicht von ungefähr hat der Jonas den Rekord für die Finalholes (26 für 9 Holes) und der Melle den für den Gesamtkurs (84 für 27 Holes, das sind 3 über Par). Der Vollständigkeit halber: Den Rekord für die ersten 18 Holes hält jetzt Franz (Par am Samstag). Die Finalisten haben natürlich den Vorteil gehabt, 9 Holes mehr zu spielen, und deswegen haben sie sich auch bei der Birdiewertung leichter getan: Birdiekönige wurden Mossi und Franz mit je 6 fürs ganze Wochenende, Melle 4, Jonas 3 und der Max nur 2, der hat sich seinen Sieg wohl wo anders geholt. Bis zum nächsten Mal, die Hahablebrüder |